Deutliche Niederlage beim Großkampftag

Landesliga, 4.Runde: SG KK Hohentübingen – SF Deizisau 3 2.5:5.5

Nach längerer Zeit stand diesen Sonntag wieder ein Doppelkampftag für die Königskinder an: Die erste Mannschaft empfing Deizisau, die dritte Mannschaft spielte gegen Liechtenstein. Dafür war einige Vorbereitung notwendig – und die Mithilfe der beiden A-Klassen-Mannschaften, die eine Stunde später anfingen, damit wir synchronisiert begannen.

Deizisau trat gegen uns praktisch in Bestbesetzung an, während auf unserer Seite einige Leistungsträger an den ersten Brettern fehlten. Unter diesen Umständen war jeder erspielte Punkt ein Erfolg. Das erste Ergebnis war dann allerdings ein kampfloser Punkt für Jörg Jansen (Brett 4), dessen Gegnerin Simona Gheng nicht innerhalb der Karenzzeit im Spiellokal antraf, sondern nach Parkplatzsuche ein paar Minuten später. Anschließend war aber nur Deizisau auf der Punkteseite. Nikolas Wildermuth (3) stand gegen Dominik Gheng die ganze Partie über gedrückt und musste sich am Ende dem weißen Freibauern geschlagen geben.

Martin Häcker (5) brachte gegen Christian Gheng seinen Läufer ausgangs der Eröffnung in eine extrem prekäre Situation. Um ihn zu retten musste er seinen Stellung schwächen und sein in der Mitte verbliebender König fiel einem Mattangriff der weißen Figuren zu Opfer. Paulina Stasaitis (7) saß in ihrer ersten Partie in der Landesliga gleich einmal einem um 400 Punkte überlegenen Gegner gegenüber. Bis über den zwanzigsten Zug hinaus hielt sie gut mit, schwächte dann jedoch ihre Bauernstruktur, was Marcel Früchel gleich ausnutzte und Paulina zu weiteren Fehlern zwang, die die Partie zu ihren Ungunsten entschieden.

Martin Schmidt (1) betrieb mit seinem Sieg gegen Mara Jelica noch ein wenig Ergebniskosmetik, wie man so schön sagt. Die Weiße konnte sich anscheinend nicht so richtig auf einen Plan festlegen und ging schließlich an der gegnerischen Beherrschung der a-Linie zugrunde. Yannik Hurm (6) brachte uns immerhin noch ein Unentschieden ein, auch wenn in seiner Partie gegen Tim Zacke mehr drin gewesen wäre. Er spielte eine wilde Attacke auf den schwarzen König, verteidigte sich dann aber nicht optimal gegen die Konterattacke und landete in einem ausgeglichenen Endspiel.

Julius Heller (2) verlor gegen Angelika Valkova ziemlich schnell seinen Isolani und konnte die Partie dann auch nicht mehr halten, was in der späteren Analyse zu einer lebhaften Diskussion zwischen Jörg und ihm über die Stärken und Schwächen des Isolani führte. Der kurzfristig eingesprungene Anil Batra (8) schließlich konnte laut Voraussage nur bis 13 Uhr bleiben und wollte die Partie deswegen eher schnell in den Remishafen führen – ein Vorhaben, das Eric Gustain missfiel. So wurde diese Partie sogar die längste in diesem recht kurzen Mannschaftskampf, endete aber nichtsdestoweniger mit einer Niederlage für das Königskind.

Am Ende dieses Landesligakampfes spielten in der mit gerade einmal 6 Brettern angetretenen A-Klasse noch zwei Partien (unsere 3. gewann am Ende 4:2) – nicht gerade ein Ruhmesblatt für die höhere Klasse (also, vor allem für uns). Trotzdem war diese Niederlage kein Beinbruch und im nächsten Jahr beginnt dann gegen die ebenfalls in der Mitte gesetzten Mannschaften “der Ernst des Lebens”.

Partien

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