Für herausragende Verdienste geehrt

Ein Novum gab es am vorigen Wochenende in der 20jährigen Vereinsgeschichte der SG Königskinder Hohentübingen. Am Freitag den 10.07.2026 wurde bei der Mitgliederversammlung beschlossen, zwei besonders langgedienten Vereinsmitgliedern in Anerkennung ihrer Leistungen die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Konkret handelt es sich um Jörg Jansen und Heiner Uhlig.

Am Sonntag den 12.Juli war es dann im Rahmen des Sommerfests soweit und die beiden konnten die Urkunde von Präsident Martin Schmidt in Empfang nehmen.

Jörg Jansen war schon bei der Vereinsgründung 2006 als treibende Kraft vorn mit dabei – ohne Jörgs Initiative wäre der Verein vermutlich niemals gegründet worden. Jörg übernahm sogleich auch die Vereinspräsidentschaft und übte dieses Amt bis 2010 aus. Besonders hervorzuheben ist auch Jörgs Einsatz für die Jugendabteilung, welcher er bis 2013 als Jugendleiter vorstand und in welcher er sich auch als Trainer aktiv einbrachte. Unter Jörgs Förderung und Betreuung war gerade die erste Generation der Königskinder sehr erfolgreich: in der U12 wurde man Württembergischer Vizemeister (2007) und Meister (2008), ebenfalls in der U14 (Meister 2009, Vize 2010). Denselben Erfolg konnten die Königskinder in der U16 wiederholen, wo man 2011 Württembergischer (und dann auch Baden-Württembergischer) Vizemeister und 2012 Württembergischer Meister wurde. Hinzu kommt der zweimalige Gewinn der Württembergischen Meisterschaft U20 (2010 und 2015), der hauptsächlich durch Spieler der ersten Generation verwirklicht wurde. Gefördert wurden von Jörg unter anderem sein Sohnemann Lauritz Jansen, Jonathan Estedt, Benedict Reimer und Nils Müller, sowie später auch Marius Hurm.

Über die Vereinsgründung und das Jugendtraining hinaus brachte sich Jörg auch noch auf viele andere Arten und Weisen in den Verein ein. So war Jörg nicht nur über viele Jahre hinweg selbst in der ersten Mannschaft aktiv – bis in die Verbandsliga hinauf – sondern organisierte auch den BADE-Cup. Zudem war Jörg über viele Jahre (September 2014 bis Januar 2026) Chefredakteur der Schachblätter.

Über die Vereinsgrenzen hinaus engagierte sich Jörg auch in der Initiative “Fair zum Erfolg”, wodurch zB auch seinerzeit enge Verbindungen zum SC Weiße Dame Ulm zustande kamen.

Und damit zu Heiner. Heiner war bereits in jungen Jahren ein überaus starker Spieler, hatte dann aber zwecks Familiengründung für längere Zeit ganz aufgehört. Nachdem ihn in den 1990ern das “Schachfieber” aber doch wieder gepackt hatte, war er auch bei der Vereinsgründung anno 2006 beteiligt. Ebenso wie Jörg hat auch Heiner zahlreiche Entwicklungen des Vereins geprägt. Besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lag und liegt Heiner am Herzen. Besonders erfolgreich waren von seinen Schützlingen Georg Jakob, Nikolas Wildermuth, Tatiana und Stela Moldovan mit mehreren Württembergischen (Vize-)Meistertiteln. Daneben brachte Heiner noch viele weitere Jugendspieler der Königskinder auf Württembergische Meisterschaften (Moritz Hurm, Yannik Hurm, Xinyuan Wang, Tim Aptyka, Anastasiia Luzgina, um nur einige zu nennen).

Ein besonderes Highlight für mehr als eine Generation Hohentübinger Jugendspieler (und Erwachsene!) waren die Trainingsseminare mit GM Zigurds Lanka, die Heiner über viele Jahre hinweg organisierte. In positiver Erinnerung geblieben sind mir darüber hinaus auch die Trainingstage, zu denen Heiner immer wieder die motiviertesten Jugendspieler einlud. Noch nachhaltiger mag es sich auf den Verein ausgewirkt haben, dass Heiner sein Training – ebenso wie bereits Jörg – auf die Trainingsmaterialien der Stappenmethode aufbaute. Bis heute ist Heiner “im Hintergrund” aktiv und gibt vielen Talenten – sowohl aus dem eigenen Nachwuchs als auch von anderen Vereinen – Individualtraining.

Nicht zu vergessen auch, dass Heiner die Gestaltung der Vereinsklamotten verantwortet hat und sich auch als Vizepräsident sowie als Beauftragter für Spezialaufgaben eingebracht hat.

Es ist erfreulich, derart langjährig engagierte Mitglieder zu haben! Besonders positiv ist dabei nochmals hervorzuheben, dass sich beide auch um einen freundschaftlichen und kollegialen Umgang mit anderen Vereinen bemüht haben. Gerade dies mag uns auch in Zukunft als Wegweiser dienen.

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