19.04.2026: SG Königskinder Hohentübingen – SK Bebenhausen 3 6.5:1.5
Ja, wir hatten die stärkstmögliche Aufstellung am Brett. Ja, Bebenhausen war schwächer besetzt. Aber trotzdem war eine gewisse Nervosität zu spielen, immerhin hatte unser Gegner schon manche Überraschung in dieser Saison eingefahren und mit einer Niederlage hätten wir auf die Schützenhilfe von Urach gegen Pfullingen 1 zählen müssen, die Brettpunkte hätte dann in keinem Scenario ausgereicht.
Schon in den ersten Stunden entspannte sich allerdings unsere Situation. Stela Moldovan (Brett 8) zerriss Ludwig Dilger förmlich mit einem doppelten Läuferopfer aus der Eröffnung heraus und brachte uns in Führung. Auch Martin Häcker (7) gegen Reiner Jetschke und Moritz Hurm (4) gegen Werner Wendler gewannen, wobei es in der letzteren Partie einige schöne Läufermanöver zu bestaunen gab.
Zwar verlor Marius Hurm (1) gegen das Jungtalent Eduard Rau, aber Martin Schmidt (2) machte dann mit seinem Sieg gegen Ling Leander Grimm den Aufstieg offiziell klar – nun kam nur noch die Kür.
Yannik Hurm (5) gewann zum wiederholten Male in der Saison durch die Ansammlung kleiner Vorteile gegen Ralf Thelen, während Matthias Hönsch (3) seine zuerst schlecht stehende Partie gegen Quentin Andrae in den Remishafen steuerte, wobei er zwischendurch sogar mit einem Mehrbauern auf Gewinn spielte – in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern aber schwer möglich. Dadurch blieb es unserem Neuling und Topscorer Malte Michael (6) vorbehalten, den Schlusspunkt der Saison zu setzen. Gegen Oleksii Nutlis opferte er – nicht ganz korrekt – die Qualität und stellte seinem Gegner im folgenden so viele Probleme, dass dieser schließlich in der Verteidigung zusammenbrach.
Nachdem wir die letzten Jahre eigentlich immer gegen den Abstieg spielten, war der Aufstieg letztendlich sogar eine relativ klare Sache. Gegen alle direkten Aufstiegskonkurrenten gewannen wir, so dass wir am Ende mit zwei ganzen Mannschaftspunkten und auch einigen Brettpunkten Abstand erster wurden. Das lag nicht zuletzt an den 1.5 Neuzugängen, die auch beide immer durchspielten, was die Aufstellung an fast allen Spieltagen sehr einfach machte. In der Einzelkritik:
Marius Hurm: Dass ich am Ende mit unter 50% aus der Saison rausgehe, war anfangs nicht abzusehen. Nach gutem Start mit 3/4 kam nur noch ein Remis dazu. Aber im Endeffekt war mir das als Mannschaftsführer egal, da der Rest der Mannschaft die Punkte holte.
Martin Schmidt: Einer von vier Spielern, komplett durchgespielt haben. Und auch die Punktausbeute stimmte mit 7/9. Zwar war die einzige Niederlage gegen Urach, was ihn noch lange ärgerte. Aber er revanchierte sich dafür mit wichtigen Punkten gegen die direkten Aufstiegskonkurrenten.
Matthias Hönsch: Wie gewohnt sehr sicher und blieb ohne Niederlage. Besonders wichtig, dass er in den beiden SPitzenspielen gegen Ostfildern und Urach spielen konnte, was allen Brettern dahinter zugute kam.
Moritz Hurm: Er war genau das, was uns die letzten Jahre gefehlt hat. Wir hatten oft einen kleinen DWZ-Abfall von Brett 3-4, was Moritz gut überbrückte und solide 5.5/9 holte. (auch jedes Spiel gemacht) Und alle dahinter durften ein Brett nach hinten rutschen und hatten somit leichtere Gegner. Er schaffte übrigens das Kunststück, dass alle seine Spiele keinen Einfluss auf das Mannschaftsergebnis hatten.
Yannik Hurm: Setzte nur ein Spiel aus und holte ansonsten extrem starke 7/8 Punkte. Die Siege waren durchweg sehr überzeugend, auch wenn die Zuschauer Yanniks komplexe Stellungen oft nicht verstanden und sich unnötig Sorgen machten. Normalerweise ist man mit solch einem Score Topscorer, aber…
Malte Michael: Unser Neuzugang schaffte es, das noch zu überbieten. Er gab ebenfalls nur einen Punkt ab, aber spielte jedes Spiel durch. Gegen die zwei stärksten Gegner gab er jeweils ein Remis ab und gewann gegen alle schwächeren sehr sicher. Mit einem DWZ-Zuwachs von >150 Punkten im letzten Jahr wird es interessant zu sehen, was nächste Saison möglich ist.
Martin Häcker: Holte gute 5/7 Punkte. Besonders wichtig war sein Sieg beim Stand von 3.5:3.5 gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Pfullingen 1, der uns auf den ersten Tabellenplatz brachte.
Stela Moldovan: Konnte nicht ganz an die überragende letzte Saison anknüpfen, aber 2/5 sind immer noch solide. Vor allem das Remis gegen Pfullingen 1, als sie sich mit einer Dame weniger noch ins Remis kämpfte, war wichtig.
Da “nur” vier Spieler durchspielten, kamen wir nicht ganz ohne Ersatzspieler aus. Und alle machten ihre Sache ordentlich. Heiner Uhlig, vermutlich als einziger nicht von seinen Fähigkeiten überzeugt, holte zwei sauber herausgespielte Siege. Julius Heller musste aus persönlichen Gründen etwas zurücktreten, holte aber ein Remis gegen einen stärkeren Spieler. Didac Burgalossi holte starke 1.5/2. Eigentlich hätte ich ihn gerne noch ein drittes Mal eingesetzt, aber es bot sich nie an. Christian Alber verlor leider beide Partien unglücklich. Moritz Großmann holte in seinem einzigen Einsatz einen stark herausgespielten Sieg. Last but not least: Axel Kriegeskorte machte als einziger Ersatzspieler alle drei Spiele. Wenn man ihn fragte, hatte er Zeit – oder er fand sie. Auch wenn nur ein Remis am Ende heraus sprang. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Ersatzspieler.