24.05. – 30.05.2026: Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft
Drei Königskinder waren bei der deutschen Jugendeinzelmeisterschaft dabei: Tatiana und Stela Moldovan (U18w) sowie Gabriel Teixidor (U10). Tatiana und Gabriel durch ihre Siege bei der WJEM, Stela hat durch ihre guten Vorleistungen einen Freiplatz für das Turnier bekommen.
Gabriel begann mit einer Niederlage gegen den späteren Zweiten Elian von Gehlen, hielt in der Partie aber lange mit und hatte am Ende sogar die Möglichkeit zum Sieg. Es folgten zwei Siege und zwei Remisen, in denen er sich gegen fast durchgehend höher gesetzte Gegner gut schlug, selten schlechter stand und auch die Chance auf mehr hatte. Unglücklich dann die Niederlage in Runde sechs: Noch in der Eröffnung und in einer ordentlichen Stellung meldete sich auf einmal seine elektronische Uhr.
Dadurch vielleicht noch etwas geschockt musste Gabriel auch die nächste Partie verloren geben, schlug aber direkt danach zurück und gewann eine schöne Angriffspartie. Durch ein Remis in der letzten Runde schloss er seine erste Deutsche Meisterschaft mit 50% ab, hatte aber fast nur gegen stärkere Gegner gespielt. Die Partien waren dabei fast durchweg beeindruckend (aus Trainerperspektive): Nachgedacht an den richtigen Stellen, bei allen Zügen war ein Sinn zu erkennen und auch die Variantenberechnung sah gut aus. Nächstes Jahr dann in der U12? Wir werden sehen.
Die Turniereverläufe von Stela und Tatiana waren etwas gegensätzlich. Tatiana startete gut, remisierte unter anderem gegen eine der Favoritinnen und hielt bis drei Runden vor Schluss einen Score von +1. Mit zwei Niederlagen und einem Remis ging ihr Turnier dann leider nicht so gut zu Ende. Stela dagegen stand nach vier Runden bei -1, bevor sie eine starke Aufholjagd startete, gekrönt von einem Sieg gegen Setzranglistenerste WFM Helena Neumann. Gegen die zu dem Zeitpunkt bereits als Siegerin feststehende geriet sie aber schon ausgangs der Eröffnung in Nachteil und musste bald die Niederlage quittieren.
Trotzdem ein sehr gutes Turnier von Stela, während Tatiana gegenüber ihrem Spiel bei der WJEM etwas abfiel, aber als Schachrentnerin (wie sie sich bei der DVM bezeichnete) trotzdem sehr ordentlich mitkämpfte.