Abschlussbericht DVM U16w
Der Abschlussbericht der DVM ließ lange auf sich warten. Erst einmal zum Bericht der letzten Runde gegen den drittgesetzten Magdeburg. Es war für uns durchaus noch der Sieg drinnen. Dafür müsste Roding (unser Erstrundengegner) den Königsjägern Süd-West noch ein Bein stellen und wir gegen Magdeburg punkten. Letzteres würde dann dafür sorgen, dass im Gegenzug Roding den dritten Platz holen könnte – wir feuerten uns also gegenseitig beim Frühstück etwas an.

Wieder war Tatiana zuerst fertig. Wieder holte sie einen Sieg und schaffte damit das lupenreine Ergebnis von 7/7. Es war eine umkämpfte Partie, aber Tatiana stellte sich im Mittelspiel besser auf und gewann schließlich die Partie. Dagegen machten mir die anderen Begegnungen sorgen, weshalb das Remis von Stela schon einmal gut Druck herausnahm. Sie kam in eine verlorene Stellung, kämpfte sich aber wieder heraus und spielte sogar kurz auf Gewinn, was aber mit ihrem offenen König gegen die gegnerische Dame aussichtslos war. Angelina stand die ganze Partie über gedrückt, aber mit genauem Spiel ließ sie keine echten Chancen zu. Auch bei Evelin war die Partie lange ausgeglichen, nachdem beide ausgangs der Eröffnung kurz ihre Chancen gehabt hatten. Im Endspiel konnte sie ihre Gegnerin zwar unter Druck setzen, aber auch diese Partie endete am Ende Remis.
Damit waren wir auf jeden Fall Vizemeister, mussten aber noch länger warten, bis feststand, ob wir sogar den Meistertitel bekommen können. Roding spielte gut gegen Königsjäger, am Ende ging die Begegnung aber 2-2 aus. Damit lagen die Königsjäger denkbar knapp vor uns, nämlich 3 Punkte in der gewichteten Sonneborn-Berger Wertung und einen halben Brettpunkt. Trotzdem ist der deutsche Vizemeistertitel der größten Erfolg in unserer Vereinsgeschichte.

Tabelle: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u16w/tabelle/
Fazit
Trotz dieses Erfolges waren die Gefühle in der Mannschaft eher gemischt, so nahe schien der Meistertitel gewesen zu sein. Ein halber Punkt mehr, in irgendeinem Spiel – und es hätte gereicht in dem (für alle) letzten Jahr in der U16. Aus Trainersicht habe ich das Gefühl natürlich auch geteilt, aber mir war auch bewusst, wie häufig ich vor den Partien mitgelitten haben und das wir auch durchaus und mit etwas weniger Glück einige Plätze weiter hinten hätten landen können.
Trotzdem hat die Meisterschaft Spaß gemacht und zumindest bei der Rückfahrt waren die Mädchen auch wieder einigermaßen zufrieden (und müde). Das Turnier begann für uns mit dem 2-2 gegen Roding nicht gut, allerdings verblasst der Ärger darüber auch ein bisschen mit dem Endergebnis – Roding spielte ein starkes Turnier und kam auf den Bronzerang. Unser stärkstes Spiel hatten wir wohl gegen den späteren Sieger Königsjäger. Statt dem 2-2 Endergebnis hätte auch gut ein hoher Sieg für uns herausspringen können.
Zeit für eine kurze Einzelkritik.
Stela erzielte mit 4,5/7 ein Ergebnis im Rahmen ihrer Erwartung. Sie spielte konzentriert und ihre Partien dauerten häufig am längsten. Zusätzlich war sie noch als Mannschaftsführerin für Organisation zuständig und auch ein paar Mal dafür, ihre Mitspielerinnen wieder aufzurichten. Evelin war mit 2,5/7 verständlicherweise nicht zufrieden. Gegen Hamburg holte sie einen wichtigen Sieg, ließ aber auch ein paar halbe Punkte liegen. Gerade gegen schwächere Gegnerinnen tat sie sich schwer. Angelina war mit 3,5/7 auch nicht glücklich und haderte vor allem zu Beginn des Turnieres sehr mit ihrem Spiel. Auch sie erzielte in der sechsten Runde einen wichtigen Sieg, der etwas aus dem Nichts kam. Tatiana holte mit 7/7 ein makelloses Ergebnis, auch wenn zwei dieser Siege etwas glücklich zustande kamen. Zusätzlich war sie auch fast immer als Erste fertig, was etwas den Druck von den anderen nahm.
Vor zwei Jahren sah Marius als Trainer bei der damaligen Meisterschaft noch schnelles Spiel und geringen Einsatz. Damals landeten sie als Erstgesetzte auf dem achten Platz. Davon habe ich dieses Mal nichts gesehen. Alle vier haben konzentriert gespielt und fast alle Partien bis zum Ende ausgekämpft. Das es nicht für den Meistertitel gereicht hat ist schade – aber auch der Vizemeistertitel ist ein großer Erfolg.