Tabellenführung in Pfullingen übernommen

8. Februar 2026: Landesliga Runde 6

SF Pfullingen 1 – SG KK Hohentübingen 1 3.5:4.5

Zur 6ten Runde stand das Topspiel der Saison an: Der bisherige Spitzenreiter Pfullingen, der nur ein Unentschieden abgegeben hatte gegen die Zweiten Königskinder, die einmal verloren hatten. Diese Niederlage hat zur Folge, dass ein Sieg in Pfullingen zur Pflicht wurde, wollte man die Landesliga gewinnen. Mit einem Unentschieden müsste man auf fremde Schützenhilfe hoffen, um nach Mannschaftspunkten gleichzuziehen.

Dementsprechend wurde auch zum ersten (und vermutlich letzten Mal) die ersten 8 Spieler der Mannschaftsaufstellung aufgeboten. Pfullingen dagegen hatte uncharakteristischerweise einen Ersatzspieler mit dabei.

Malte Michael (6) hatte gute praktische Chancen auf einen Sieg zum Auftakt. Aber im Turmendspiel war der Mehrbauer nicht genug, sodass es hier keinen Gewinner gab.

Auch Martin Schmidt (2) teilte die Punkte. Er kannte sich in der Eröffnung besser aus und behielt seinen Vorsprung bis ins Endspiel. Allerdings war irgendwann kein weiterer Fortschritt mehr möglich, sodass Zugwiederholung die einzige Option war. Mannschaftstechnisch sah es nun nicht mehr so gut aus. Unsere beiden vielversprechendsten Partien brachten nur halbe Punkte, und unsere Sorgenkinder am heutigen Tag mussten noch kämpfen.

Stela Moldovan (8) war an ihrem Brett in Bedrängnis geraten. Es gelang ihr aber, in der Partie zu bleiben, indem sie die Dame für Turm+Läufer gab. Nach etwas weiterem Kampf hatte sie genug Material getauscht, um einen halben Punkt zu erzwungen.

Bei Matthias Hönsch (3) war der Verlauf genau andersrum: Er hatte eine druckvolle Stellung und war zwischendurch nur wenig von einem Sieg entfernt, aber irgendwann war kein Material mehr da, um zu gewinnen. Zum Schluss waren nur noch die beiden Könige übrig.

Um die Zeitkontrolle herum hatte es den Anschein, dass alle 8 Bretter Remis spielen würden. Das wäre für uns tabellarisch aber zu wenig gewesen.

Yannik Hurm (5) konnte schließlich eine Partie für uns entscheiden. Strategisch stand er schon lange hervorragend, geriet dann etwas unnötig in einen bedrohlichen Angriff. Nachdem dieser überstanden war, erzielte er mit einem Turmschwenk die Führung für die Königskinder.

Dass Moritz Hurm (4) dann seine Partie verlor, war mit Blick auf die anderen Bretter zum Glück egal. Er hatte sich in der Eröffnung vertan und in der Zeitnotphase den Ausgleich verpasst. Eine passive Verteidigung mit vielen einzigen Zügen und Pattmotiven hätte zum Schluss noch zum Unentschieden gereicht, aus praktischer Sicht war es nicht haltbar.

Marius Hurm (1) konnte eine dauerhaft gute Stellung mit einem Qualitätsgewinn belohnen, das resultierende Endspiel an einem Flügel war jedoch eine sehr harte Nuss zu gewinnen. Er konnte zuerst in eine Dame umwandeln, aber da war das Unentschieden schon besiegelte Sache.

Martin Häcker (7) hatte damit die Ehre, die entscheidende Partie um die Tabellenführung zu spielen. Wie allerdings schon angedeutet, war hier ein Sieg abzusehen. Ein dubioses Qualitätsopfer war zum Glück gut ausgegangen. Und auch zwischenzeitliche Überlegungen, Remis anzubieten, verwarf er wieder. Nach Damentausch sollte sich seine Kombination aus Läufer + 2 Bauern Zug um Zug als bedrohlicher erweisen. Kurz vor der unaufhaltbaren Umwandlung war dann der Mannschaftssieg und die Übernahme der Tabellenspitze offiziell.

Das nächste Spiel gegen Esslingen wird dann vermutlich das gefährlichste, um Punkte einzubüßen, in der Theorie können sie eine gute Mannschaft aufstellen. Die letzten beiden Runden sind zumindest nominell leichtere Gegner.

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